Schrägstrichtheater

Schrägstrichtheater

Das Schrägstrichtheater wurde 2002 von Annette Knuf in Kooperation mit der Lebenshilfe Münster e.V. gegründet. Seit 2006 wird es vom Regieduo Manfred Kerklau und Annette Knuf geleitet. In Anlehnung an das Blaumeier Atelier Bremen lag die Hauptorientierung auf der integrativen Theaterarbeit mit Menschen mit und ohne geistiger Behinderung.

„All inklusiv“ ist das Markenzeichen des Schrägstrichtheaters seit 2012.
Das Ensemble besteht aus LebensexpertInnen mit und ohne Behinderung.
Blind, gehörlos, schwerhörig, lern- oder körperbehindert, chronisch krank  oder ganz „normal“– alle spielen mit.

Das Schrägstrichtheater blickt auf 7 erfolgreiche Theaterproduktionen zurück. Damit steht es für künstlerische Qualität in der Theaterarbeit mit Menschen mit Behinderungen und ist ein fester Bestandteil der Münsteraner Kulturszene geworden.
Deutschlandweit leistet es Pionierarbeit auf dem Gebiet der inklusiven Theaterarbeit.

 Alle Proben und Aufführungen sind barrierefrei.

In der Probenarbeit gibt es Gebärdensprachdolmetscher (für gehörlose SpielerInnen), eine induktive Höranlage (für schwerhörige SpielerInnen) und eine Blindenassistenz. Die Regisseure sind in der leichten Sprache geschult und können Probenprozesse einfach erklären.

Die Aufführungen Im Theater im Pumpenhaus werden vom Schrägstrichtheater barrierefrei für Zuschauer und Spieler eingerichtet. Für die blinden ZuschauerInnen gibt es eine Audiodeskription bei der das Bühnengeschehen live erläutert wird. Dafür bekommen die blinden ZuschauerInnen Kopfhörer. Ein Gebärdensprachdolmetscher ist in jedes Theaterstück integriert und immer auf der Bühne. Eine induktive Höranlage wird im Theater verlegt.

Diese Barrierefreiheit ermöglicht es allen Menschen mit einer Behinderung an Proben und Aufführungen teilzuhaben.

Im Jahr 2013 wurde der Verein Schrägstrichtheater e.V. gegründet.

BARRIERE FREIHEIT

Grundprinzip der Arbeit des Schrägstrichtheaters ist eine weitgehende Barrierefreiheit im Proberaum, auf der Bühne und für die Zuschauer. Alle Aufführungen sind barrierefrei für Gehörlose, Schwerhörige, Blinde und körperbehinderte ZuschauerInnen. Der Gebärdensprachdolmetscher ist Bestandteil der Inszenierung, eine induktive Höranlage dient als Verstärkung für Schwerhörige. Blinden ZuschauerInnen werden über Kopfhörer mittels Audiodeskription über das Bühnengeschehen informiert. Eine Bühnenbegehung und ein Bühnenmodell ermöglicht eine taktile und räumliche Erfassung des Bühnenraumes.